Solaris

von Stanislaw Lem, nach der Fassung von Tim Staffel

Solaris ist ein Planet mit einer roten und einer blaue Sonne. Er wird fast vollständig von einem zähflüssigen Ozean bedeckt. Dieser Ozean ist in der Lage, die bizarrsten Formen und Gestalten nachzubilden. Da er durch seine Bewegung die Flugbahn des Planeten stabil hält, muss man davon ausgehen, dass es sich um eine Art intelligente Lebensform handelt. Der Versuch einer Kontaktaufnahme von Kosmonauten schlug über Jahrzehnte fehl.
Der Psychologe Kris Kelvin wird zur Raumstation des Planeten Solaris geschickt, weil dort unerklärliche Dinge vor sich gehen. Bei seiner Ankunft erfährt er, dass sich tags zuvor Gibarian, der Leiter der Besatzung, umgebracht hat. Die zwei verbliebenen Wissenschaftler, der Kybernetiker Snaut und der Biochemiker Sartorius, wirken verstört. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich vornehmlich auf mysteriöse „Gäste“, von denen sie heimgesucht werden. Auch Kris Kelvin bekommt bald Besuch: seine Frau Harey, die vor vielen Jahren Selbstmord beging, nachdem er sie verlassen hatte. Bei den „Gästen“ scheint es sich um Träume und tiefe Schuldgefühle der drei Männer zu handeln, die durch den Ozean materialisiert werden.

Die Wissenschaftler an Bord der Raumstation begreifen mehr und mehr, dass nicht sie den Ozean erforschen, sondern der Ozean sie.

Mit dem 1961 veröffentlichten Roman „Solaris“ initiierte der Schriftsteller Stanislaw Lem (1921-2006) eine philosophische Ausrichtung des Science-Fiction-Genres. Wie geht ein Mensch mit Dingen um, die er zu begreifen nicht imstande ist? Die Versuche der Mannschaft, Solaris zu verstehen, werden auf sie selbst zurück geworfen, die Experimente und aufgestellten Theorien fördern nur ihre eigenen Schwächen zutage.

Ein Meisterwerk des Science-Fiction!
Spannend inszeniert mit Musik, Tanz und Videos!

Regie/Inszenierung: Britta Schramm
Musik: Wolfgang Salomon
Licht/Bühnenbild/Technik: Sven Höhnke
Videos: Britta Schramm
Regieassistenz: Martina Woller-Völp
Plakat/Bühnenmalerei: August Stern
Tanz/Percussion: Ali Schwartz

Es spielen: Andreas van den Berg, Frido Müller, Harald Rauenbusch, Stefanie Sellge

Dank für die Unterstützung bei der Videotechnik an Jürgen Schultheis!
Dank für die Kostümleihgaben an das Mainfranken Theater und das Theater Chambinzky!
…und Dank an Stephan Ladner als Gibarian!