Geliebte Feinde

Geliebte Feinde
Ein Mädchen erlebt das „Dritte Reich“ in Würzburg

Lesung mit Britta Schramm und Dr. Roland Flade

Von 1939 bis zum 10. Mai 1945 führt die Würzburger Schülerin Ortrun Koerber (heute Scheumann) ein schonungslos offenes Tagebuch über den Alltag im „Dritten Reich“.
Ortrun wuchs in Japan auf und bereiste mit der Familie Russland, China, die USA und viele andere Länder. Sie hatte amerikanische, englische und russische Freunde, liebte die Musik des aus Polen stammenden Frédérick Chopin und schrieb Gedichte in englischer Sprache.
Als die weltoffene 14-jährige Ortrun im April 1939 nach Würzburg kam, hatte sie keinerlei Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus. Sie wehrte sich gegen die Vereinnahmung durch die NS-Diktatur und begab sich dadurch in Gefahr.

Die Schauspielerin und Regisseurin Britta Schramm liest aus dem Tagebuch, der Mainpost-Redakteur und Herausgeber Roland Flade erläutert die zeitgeschichtlichen und biografischen Hintergründe. Begleitend werden kurze Videos gezeigt, die Würzburg vor und nach der Zerstörung zeigen.