Zwischen Himmel und Erde

von Jura Soyfer
Zwischen Himmel und Erde
  1. Stückbeschreibung
  2. Termine / Reservierung
  3. Pressestimmen

Die Sonne beruft den Planetenrat ein, welcher die Erde als Verursacher kosmischer Störungen ausfindig macht. Der herbeigezwungene Erdtrabant Mond verrät, daß die Erde einen Virus Namens „Menschen" hat.

Um die kosmische Ordnung wieder herzustellen, wird ein zufällig vorbeivagabundierender Komet, der eigentlich eine Verabredung mit einer Sternschnuppe in der Milchstrasse hat, auf die Erde zugeschickt, um dort mit aller Wucht aufzuprallen und damit den Virus zu bekämpfen.

Die Menschheit vor der Katastrophe – wie wird sie reagieren?

„Gehn wir halt ein bißchen unter, ganz so schlimm wird’s schon nicht sein“

Jura Soyfer schrieb das Stück 1937.

Jura Soyfer, wurde als Sohn einer jüdisch bürgerlichen Familie in der Ukraine 1912 geboren, der Vater ist Fabriksbesitzer aus Charkow. Die Familie flüchtete 1920 vor der bolschewikischen Revolution über Istanbul nach Wien, wo der Sohn des Kapitalisten nach dem Lesen sozialistischer Schriften schon mit 15 Jahren zum überzeugten Marxisten wird. Als 19 jähriger fordert Soyfer schon die Tendenzbühne, die Aufklärung mit Unterhaltung verbindet und plädiert für die dialektische Betrachtung des Publikums. Im Kabarett der sozialdemokratischen Partei und in der Arbeiterzeitung engagiert er sich gegen Faschismus und Rassismus Ab 1934 werden seine Stücke auf Kleinkunstbühnen in Wien und Bukarest aufgeführt. Gedichte und Prosa werden im „Wiener Tag“, „Deutsche Freiheit“ (Saarbrücken) und „New Writing“ (London) veröffentlicht. 1937 wird er wegen „politischer Beteiligung“ verhaftet, wieder freigelassen und am 13. März 1938 widerrechtlich von österreichischen Zöllnern beim Versuch, die schweizer Grenze zu überschreiten, verhaftet. Am 16. Februar 1939 stirbt er kurz vor seiner bevorstehenden Entlassung im KZ Buchenwald an Typhus.

„ Hat uns Soyfer heute noch was zu sagen? Er schrieb für das Kabarett, eine Kunstform, die von der Aktualität lebt. Und gibt es vergänglicheres als die Aktualität von Gestern? Aber auch wenn er von der Gegenwart ausging, so wies, was er schrieb, weit über das Heute hinaus.“ Otto Tausig
Sehen Sie selbst!